Georg Trakl, De sinne

 
De sinne

Deistich komt de giele sinne oer de heuvels.
Moai is it wâld, it donkere bist,
De minske; jager of herder.

Readich yn de griene fiver stiicht de fisk.
Under de rûne himel
Fart de fisker súntsjes yn de blauwe boat.

Stadich ripet de drúf, it nôt.
As stil de dei him nei de kime bûcht,
Is wat goeds en tsjoeds taret.

As it nacht wurdt,
Slacht de swalker sêft de swiere lidden op;
Sinne út tsjustere kleau brekt.

 

Die Sonne

Täglich kommt die gelbe Sonne über den Hügel.
Schön ist der Wald, das dunkle Tier,
Der Mensch; Jäger oder Hirt.

Rötlich steigt im grünen Weiher der Fisch.
Unter dem runden Himmel
Fährt der Fischer leise im blauen Kahn.

Langsam reift die Traube, das Korn.
Wenn sich stille der Tag neigt,
Ist ein Gutes und Böses bereitet.

Wenn es Nacht wird,
Hebt der Wanderer leise die schweren Lider;
Sonne aus finsterer Schlucht bricht.

 

Ut Sebastian im Traum, 1915

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